Höhepunkte
- Über den Elephant Pass, den Damm zwischen Halbinsel und Festland
- Der goldene Nallur-Kandaswamy-Tempel, Lord Murugan geweiht
- Bummel über den Markt von Jaffna mit Palmyra-Spezialitäten zum Probieren
- Auf den Wällen des sternförmigen holländischen Forts
- Lokale Funde im Archäologischen Museum von Jaffna
- Die Quellen von Keerimalai direkt am Meer an der Nordküste
- Flamingos und andere Vögel an den Lagunen
- Jaffna-Krabbencurry und andere Fischgerichte des Nordens
Übersicht
Jaffna an der Nordspitze Sri Lankas ist das Herz der tamilischen Kultur der Insel. Farbenfrohe Hindutempel, holländische und britische Bauten, Palmyrapalmen, Lagunen und kleine Inseln verleihen der Stadt einen ganz anderen Charakter als dem Süden. Während des langen Bürgerkriegs für die meisten Besucher gesperrt, ist sie seit 2009 wieder zugänglich und belohnt alle, die die Reise in den Norden auf sich nehmen.
Geschichte
Die Jaffna-Halbinsel ist seit weit über zweitausend Jahren besiedelt und seit jeher eng mit Südindien verbunden. Ab dem 13. Jahrhundert regierten die Aryacakravarti-Könige von Nallur aus ein tamilisches Königreich. Die Portugiesen eroberten es 1619, zerstörten viele Tempel und bauten Kirchen; 1658 nahmen die Holländer Jaffna nach langer Belagerung ein und bauten das Fort neu. 1795 kamen die Briten. Der Bürgerkrieg von 1983 bis 2009 forderte große Verluste, und viele Menschen gingen ins Ausland. Seitdem wurde die Stadt wieder aufgebaut, und die Diaspora ist ihr eng verbunden geblieben.
In der Stadt
Nallur Kandaswamy Kovil
Der Nallur Kovil mit seinem goldenen Turm ist dem Gott Murugan geweiht und der wichtigste Hindutempel des Nordens. Mehrmals täglich finden Pujas statt, und Männer müssen vor dem Betreten das Hemd ablegen. Das jährliche Fest, meist im Juli und August, dauert rund 25 Tage und zieht riesige Menschenmengen an.
Fort von Jaffna
Von den Portugiesen errichtet und von den Holländern sternförmig neu gebaut, ist das Fort von Jaffna eine der größten Kolonialfestungen Sri Lankas. Im Krieg schwer beschädigt, wurde es teilweise restauriert; von den Wällen blicken Sie weit über die Lagune.
Bibliothek, Museum und Uhrturm
Die Öffentliche Bibliothek von Jaffna, einst eine der größten Asiens, brannte 1981 nieder und wurde im ursprünglichen Stil wieder aufgebaut; Anfang der 2000er-Jahre öffnete sie erneut. Das Archäologische Museum von Jaffna in Nallur zeigt hinduistische und buddhistische Funde, darunter Material aus den Grabungen von Kantarodai. Der Uhrturm erinnert an den Besuch des Prince of Wales 1875. Reste des Königspalastes von Nallur und das Becken Yamuna Eri stammen aus der Zeit des Königreichs Jaffna.
Der Markt
Auf dem lebhaften Markt von Jaffna sehen Sie die Erzeugnisse der Region, in der Saison vor allem die berühmten Jaffna-Mangos, sowie Produkte aus der Palmyrapalme.
Rund um die Halbinsel
Die Quellen von Keerimalai an der Nordküste sind Süßwasserbecken direkt am Meer, in denen gebadet wird und denen Heilkräfte nachgesagt werden. Point Pedro liegt nahe dem nördlichsten Punkt Sri Lankas. Der Casuarina Beach auf der Insel Karainagar bietet flaches Wasser und feinen Sand. In Kantarodai steht eine Gruppe kleiner antiker Stupas, und in Dambakola Patuna soll Sanghamitta mit dem Setzling des Sri Maha Bodhi an Land gegangen sein. Der Brunnen von Nilavarai im Landesinneren ist dafür berühmt, nie zu versiegen. Am Elephant Pass, dem Damm zwischen Halbinsel und Festland, wurde im Krieg besonders heftig gekämpft.
Die Inseln
Fähren fahren von Kurikadduwan nach Nainativu mit dem Nagapooshani Amman Kovil und dem buddhistischen Tempel Nagadeepa, beides bedeutende Pilgerstätten. Auf der weiter draußen gelegenen Insel Delft leben wilde Ponys, Nachfahren der von den Portugiesen eingeführten Tiere, dazu gibt es Mauern aus Korallenstein, einen Affenbrotbaum und Ruinen eines holländischen Forts. Die Boote sind klein und oft voll; achten Sie auf das Wetter.
Essen
Die Küche Jaffnas ist schärfer als im Süden und von südindischen Traditionen geprägt. Spezialitäten sind das berühmte Jaffna-Krabbencurry, Hammelcurry und Odiyal Kool, eine mit Palmyramehl gebundene Meeresfrüchtesuppe. Zum Frühstück gibt es Dosa, Idli, Vadai und Pittu, in vegetarischen Restaurants oft auf dem Bananenblatt serviert. Probieren Sie Falooda oder Eis in einem der alten Eissalons nahe dem Markt.
Anreise und Fortbewegung
Jaffna liegt etwa 400 km von Colombo entfernt, auf der A9 über den Elephant Pass rund sieben bis acht Stunden. Züge ab Colombo Fort fahren auf der wiederhergestellten Nordlinie in etwa sechs bis acht Stunden, außerdem gibt es Inlandsflüge nach Palaly. Die Halbinsel erkunden Sie am besten per Tuk-Tuk oder Mietwagen mit Fahrer.
Reisezeit und Aufenthaltsdauer
Die Trockenzeit dauert etwa von Februar bis September, am heißesten ist es um April, Mai und August. Der Nordostmonsun bringt etwa von Oktober bis Januar Regen, dann füllen sich die Lagunen und Zugvögel treffen ein. Planen Sie drei Nächte für Stadt, Halbinsel und eine Insel ein.
Die Küste von Vallipuram und Point Pedro
Auf dem Weg nach Point Pedro liegt der Vishnu-Tempel von Vallipuram, eines der wichtigsten Vishnu-Heiligtümer des Nordens, und in der Nähe erheben sich die Dünen von Manalkadu über einem langen, leeren Strand. In Point Pedro selbst markieren ein Leuchtturm und ein Fischereihafen die Nordküste.
Praktische Tipps
Jaffna ist konservativ; kleiden Sie sich zurückhaltend, besonders in Tempeln, wo Männer meist das Hemd ablegen und alle die Schuhe ausziehen. In vielen Kovils ist Fotografieren verboten. Einige ehemalige Militärgebiete sind noch gesperrt, folgen Sie den Schildern. Führen Sie Bargeld mit, da außerhalb der Stadt nicht überall Karten akzeptiert werden, und prüfen Sie die Fährzeiten zu den Inseln am Vortag.
Übernachten
Das Angebot reicht von modernen Businesshotels und Boutique-Häusern in historischen Gebäuden bis zu einfachen Pensionen nahe dem Zentrum. Vergleichen Sie Hotels in Jaffna.







